Strafverteidigung | Strafrechtsberatung München

Rechtsanwalt Steuerberater und vereid. Buchprüfer P. Goth und Rechtsanwalt F. Hödl beraten Sie zu allen strafrechtlichen Themen und vertreten Sie in Strafverfahren als Strafverteidiger. Die Kanzlei HÖDL EHMER GOTH vertritt Privatpersonen und Unternehmer beim Verdacht einer Straftat im Ermittlungsverfahren, im Strafverfahren, in den Rechtsmittelinstanzen (Berufung und Revision) und falls nötig in der Strafvollstreckung.

Recht auf Hinzuziehung eines Strafverteidigers

Als Beschuldigter in einem Strafverfahren haben Sie in jedem Verfahrensstadium das Recht, einen (bzw. bis zu drei) Strafverteidiger zu Rate zu ziehen (§ 137 Abs. 1 StPO). Grundsätzlich ist die Hinzuziehung eines Strafverteidigers bereits zu Beginn des Ermittlungsverfahrens dringend anzuraten. Ein Strafverteidiger hilft, mit der für den Beschuldigten in der Regel völlig ungewohnten Situation umzugehen, Fehler zu vermeiden und besonnen zu agieren und reagieren.

Anwaltliche Unterstützung im Ermittlungsverfahren

Sämtliche Ermittlungshandlungen der Polizei wie Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmen, Vernehmungen etc. sollten von einem auf das Strafrecht spezialisierten Rechtsanwalt begleitet werden, der sicherstellt, dass rechtliche Vorgaben beachtet und eingehalten werden. Verfahrensfehler können auf diese Weise rechtzeitig bemerkt, mit Rechtsmitteln angegriffen, und im weiteren Verfahren zu Ihrer Entlastung geltend gemacht werden (z.B. unrechtmäßige Wohnungsdurchsuchung, Beschlagnahmeverbot, Aussageverweigerungsrecht etc.).

Strafverteidigung / Vertretung in Gerichtlichen Verfahren

Rechtsanwälte Hödl Ehmer Goth PartG mbB vertreten Sie als Strafverteidiger in Strafverfahren – auch als Pflichtverteidiger, wenn er/sie Ihnen in dieser Funktion beigeordnet werden – oder als Vertreter der Nebenklage (Nebenklägervertreter), falls Sie das Opfer einer Straftat sind. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um einen Fall aus dem Jugendstrafrecht oder Erwachsenenstrafrecht handelt – die Rechtsanwaltskanzlei Hödl Ehmer Goth vertritt Sie vom Ermittlungsverfahren an bis zum Abschluss des Hauptverfahrens, in Rechtsmittelverfahren (Berufung, Revision) und in der Strafvollstreckung wenn dies erforderlich werden sollte.

Unsere Tätigkeitsbereiche im Strafrecht

Die Tätigkeit der Rechtsanwaltskanzlei HÖDL EHMER GOTH erstreckt sich auf alle Bereiche des allgemeinen Strafrechts (Körperverletzungsdelikte, Vermögensdelikte wie Betrug, Diebstahl und Untreue, Beleidigung, Nötigung), in sämtlichen Stufen eines Strafverfahrens bis hin zur Strafvollstreckung sowie in der zivilrechtlichen Schadensregulierung. Wir beraten und vertreten Sie insbesondere in folgenden Angelegenheiten:

  • „Sozialstrafrecht“ wie (Sozialversicherungsbetrug, BaföG-Betrug, „Schwarzarbeit“, Scheinselbständigkeit etc.)
  • Jugendstrafrecht (Straftaten Jugendlicher und Heranwachsender)
  • strafrechtsrelevante Urheberrechtsverletzungen (unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke) und Verletzungen des Wettbewerbsrechts (Verrat von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen, Verwertung von Vorlagen)
  • strafrechtliche Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis (Unterschlagung, Diebstahl, etc.)Steuerstrafrecht
  • Kapitalstrafrecht (Mord, Totschlag, Körperverletzung mit Todesfolge, Raub / räuberischer Diebstahl mit Todesfolge, sexueller Missbrauch / sexuelle Nötigung / Vergewaltigung mit Todesfolge)
  • Sexualstrafrecht (sexueller Missbrauch, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, Erregung öffentlichen Ärgernisses, Verbreitung pornographischer Schriften)
  • Verkehrsstrafrecht und Verkehrsordnungswidrigkeitenrecht (Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs, Trunkenheit im Verkehr, fahrlässige Körperverletzung, fahrlässige Tötung)
  • Arzt- und Medizinstrafrecht (Abrechnungsbetrug, Untreue, Bestechung, Bestechlichkeit, fahrlässige Körperverletzung, fahrlässige Tötung, Schwangerschaftsabbruch)

Vereinbaren Sie frühzeitig einen Termin zu einem Erstberatungsgespräch!

Wir unterstützen Sie bei strafrechtlichen Vorwürfen gegenüber Jugendlichen und Heranwachsenden, unabhängig von der Art der vorgeworfenen Tat. Neben den Vorschriften des Strafgesetzbuches (StGB) und der Strafprozessordnung (StPO) sind insbesondere die Vorschriften des Jugendgerichtsgesetztes (JGG) bei Verfahren gegen Jugendliche und Heranwachsende von entscheidender Bedeutung.  Denn gem. § 1 Abs. 1 JGG gilt das JGG, wenn ein Jugendlicher oder ein Heranwachsender eine Verfehlung begeht, die nach den allgemeinen Vorschriften mit Strafe bedroht ist. § 1 Abs. 2 JGG regelt, dass Jugendlicher ist, wer zur Zeit der Tat vierzehn, aber noch nicht achtzehn Jahre alt ist, und Heranwachsender, wer zur Zeit der Tat achtzehn, aber noch nicht einundzwanzig Jahre alt ist. Das Jugendstrafverfahren weist im Verhältnis zum Strafverfahren gegen Erwachsene zahlreiche  Unterschiede und Besonderheiten sowohl im materiellen Strafrecht als auch im Verfahrensrecht auf. Die Kanzlei Hödl Ehmer Goth PartG ist bestens vertraut mit den Besonderheiten des Jugendstrafrechts und den entsprechenden Verteidigungsstrategien und wird für Sie strafrechtliche Vorwürfe gegen Jugendliche und Heranwachsende umfassend und kompetent abwehren.

Wir verteidigen Sie bei Vorwürfen von Straftaten gegenüber Sozialversicherungsträgern wie Sozialleistungsbetrug (zu Unrecht bezogene(s) Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Wohngeld, BAföG etc.), Vorenthalten bzw. Veruntreuen von Arbeitsentgelt (§ 266a StGB), Abrechnungsbetrug gegenüber der Krankenversicherung, Schwarzarbeit sowie im Steuerstrafrecht, insbesondere Steuerhinterziehung, Steuerverkürzung, Steuergefährdung sowie im Insolvenzstrafrecht. Ohne umfassendes Verständnis und die Kenntnis der maßgeblichen sozialversicherungsrechtlichen und steuerrechtlichen Normen ist die Behandlung strafrechtlicher Vorwürfe in diesen Bereichen nicht möglich. Rechtsanwälte Steuerberater vereid. Buchprüfer HÖDL EHMER GOTH PartG mbB verfügen über umfassende Kenntnisse und langjährige Erfahrung im Steuerrecht und Sozialversicherungsrecht und strafrechtlichen Vorwürfen in diesen Bereichen.

Vereinbaren Sie möglichst zeitnah einen Termin zu einem Erstberatungsgespräch, oft werden gerade zu Beginn eines Ermittlungsverfahrens vermeidbare Fehler gemacht.  

Wir beraten und verteidigen im Wirtschaftsstrafrecht sowie bei sonstigen strafrechtlichen Vorwürfen gegen das Vermögen wie Betrug, Untreue, Versicherungsmissbrauch, Geldwäsche, Hehlerei, Subventions- und Kapitalanlagebetrug Diebstahl, Unterschlagung, Raub, Erpressung, räuberische Erpressung, etc.). Im Bereich des Vermögensstrafrechts stellen sich die zu beurteilenden Sachverhalte juristisch oftmals sehr komplex dar. Es bedarf in der Regel einer präzisen zivilrechtlichen Beurteilung des Sachverhaltes um eine ebenso präzise strafrechtliche Würdigung vornehmen zu können. Für eine optimale Bearbeitung strafrechtlich relevanter Sachverhalte im Wirtschaftsleben sind in der Regel Fragen aus dem Zivilrecht, Handelsrecht, Steuer- oder Gesellschaftsrecht zu klären. Ob z.B. eine Verfügungsbefugnis über fremdes Vermögen vorlag, und wenn ja, diese verletzt wurde (Untreue), eine Sache fremd ist, Gewahrsam gebrochen wurde (Diebstahl) oder ob ein Vermögensschaden (Betrug) eingetreten ist, bestimmt sich nach den jeweiligen einschlägigen Bestimmungen. Rechtsanwälte HÖDL EHMER GOTH verfügen aufgrund der langjährigen Tätigkeit im Bereich des Zivilrechts, Handels- und Gesellschaftsrechts sowie im Steuer- und Sozialversicherungsrecht über die für eine optimale Verteidigung definitiv erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen in diesen Rechtsgebieten.

Unter den Begriff Verkehrsstrafrecht fallen sämtliche Straftaten, die im Zusammenhang mit der Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr begangen werden.

In erster Linie sind dies Tatbestände wie das unerlaubte Entfernen vom Unfallort gem. § 142 StGB, der gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr gem. § 315 b StGB, die Gefährdung des Straßenverkehrs gem. § 315 c StGB, die Trunkenheit im Verkehr gem. § 316 StGB und das Fahren ohne Fahrerlaubnis gem. § 21 StVO. Daneben zählen zum Verkehrsstrafrecht Tatbestände wie fahrlässige Körperverletzung gem. § 229 StGB, fahrlässige Tötung gem. § 222 StGB, Nötigung gem. § 240 StGB, Vollrausch gem. § 323 a StGB und der räuberische Angriff auf Kraftfahrer gem. § 316 a StGB.

Im Bereich des Verkehrsstrafrechts drohen neben der Verurteilung zu Geld- oder Freiheitsstrafe das Fahrverbot gem. § 44 StGB oder die Entziehung der Fahrerlaubnis gem. § 69 StGB. Diese weiteren Sanktionsformen unterscheiden sich sowohl hinsichtlich ihres Charakters, ihrer  Anordnungsvoraussetzungen und der Auswirkungen auf die verwaltungsrechtliche Fahrerlaubnis als auch in der möglichen Dauer.

Das Fahrverbot gem. § 44 StGB stellt eine Nebenstrafe dar und kann insoweit nur neben einer im Urteil verhängten Hauptstrafe (Geld- oder Freiheitsstrafe) wegen einer Straftat, die bei oder im Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeugs oder unter Verletzung der Pflichten eines Kraftfahrzeugführers ausgesprochen werden. Die Dauer eines Fahrverbotes, also eines Verbotes im Straßenverkehr Kraftfahrzeuge jeder oder einer bestimmten Art zu führen, kann dabei gem. § 44 Abs. 1 S. 1 StGB von einem bis zu drei Monaten betragen. Der Täter muss sich nicht generell als ungeeignet zum Führen eines Kraftfahrzeuges erwiesen haben. Ein Fahrverbot führt nicht zum Entzug einer zuvor erteilten Fahrerlaubnis, aber es darf von der Fahrerlaubnis für die Dauer um im Umfang des Fahrverbotes kein Gebrauch gemacht werden.

Die Entziehung der Fahrerlaubnis stellt hingegen eine Maßnahme der Besserung und Sicherung dar. Voraussetzung für die Entziehung der Fahrerlaubnis ist gem. § 69 Abs. 1 S. 1 StGB, dass jemand wegen einer rechtswidrigen Tat, die er bei oder im Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeuges oder unter Verletzung der Pflichten eines Kraftfahrzeugführers begangen hat, verurteilt wird oder nur deshalb nicht verurteilt wird, weil seine Schuldunfähigkeit erwiesen oder nicht auszuschließen ist und sich aus der Tat ergibt, dass er zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet ist. § 69 a Abs. 1 S. 1 StGB regelt dann weiter, dass wenn das Gericht die Fahrerlaubnis entzieht es zugleich bestimmt, dass für die Dauer von sechs Monaten bis zu fünf Jahren (von der Verwaltungsbehörde) keine neue Fahrerlaubnis erteilt werden darf (Sperre). Nach § 69 a Abs. 1 S. 2 StGB besteht sogar die Möglichkeit die Sperre unter bestimmten Voraussetzungen für immer anzuordnen. Die Folge der Entziehung der Fahrerlaubnis ist also die Aufhebung der (verwaltungsrechtlichen) Fahrerlaubnis.

Dabei kann auch bereits vor rechtskräftiger Verurteilung die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis drohen. Voraussetzung ist hierfür gem. § 111 a StPO, dass dringende Gründe für die Annahme vorhanden sind, dass die Fahrerlaubnis gem. § 69 StGB entzogen werden wird.

Wegen der unterschiedlichen Sanktionsformen und der damit verbundenen empfindlichen Wirkung auf das private und unter Umständen berufliche Leben des Beschuldigten ist dringend anzuraten, sich von Beginn des Ermittlungsverfahrens der Unterstützung eines kompetenten und erfahrenen Strafverteidigers zu bedienen.